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Die Herstellung der Champagnerpfropfens



Geschichtliches zum Thema :

    Etwa 500 vor Chr. tritt der Kork als Verschluß auf den Keramikamphoren avant in Erscheinung.
    Vom 4. bis Ende des 17. Jh. n. Chr. werden die Weine nur in Fässern gelagert : erst durch das Aufkommen des Weins in Flaschen wird der Korken langsam und schrittweise als Verschluß zur Konservierung des Weins eingesetzt.
    Daraus entstand die Korkverschlußindustrie.


Erdkundliches :

    Die Korkeiche (lateinisch quercus suber) bedeckt weite Gebiete des westlichen Mittelmeerbeckens und auf der Atlantikseite : sie hat sich bis in die Höhe von 1400 Metern akklimatisiert.
    Sie pflanzt sich auf natürliche Weise fort und besitzt die besondere Eigenschaft, daß ihre Rinde sich nach dem Schälen erneuert.
    Die Korkbildung beginnt mit dem Leben des Baumes, aber die Rindenschälung beginnt erst nach 15 bis 18 Jahren.
    Auf der abgeschälten Stelle wächst in jährlichen Erweiterungen eine neue Korkschicht nach ; diese Schicht wird weibliche oder Repoduktionssschicht genannt und wird in Abständen von 9 Jahren gesammelt.


Korkernte und Verarbeitung :

Die Kork- oder Rindenabschälung ist der technische Begriff für die Aktion der Korkgewinnung; diese findet etwa 10 bis 12 Mal im Leben eines Baumes statt, der 120 bis 150 Jahre alt werden kann.
Diese Abschälung geschieht von Juni bis August und bedarf einer sehr großen Sorgfalt. Das Wichtigste ist der runde Schnitt in den Stamm ohne den Baum zu verletzen, dies nennt man "die Krone setzen". Anschließend wird der Kork in Längsrichtung mit einer besonderen Axt aufgeschlitzt, die Klinge löst den Kork ab und der schräg geschnittene Stiel nimmt die Rinde vollständig vom Baum ab.
Anschließend werden die Korkplatten am Waldrand aufgestapelt und etwa drei Monate lang getrocknet.
Nach dem Trocknen werden sie an Ort und Stelle sortiert, die verwertbaren Stücke gehen direkt in die Verarbeitungsfabriken. Dort werden sie erhitzt, gehobelt geprüft und nach Dicke und Qualität klassifiziert.


Komponenten des Champagnerkorkens :

    Das Dickenwachstum der Korkplatte hängt von der Natur ab, von der Sonne, und von der Geländebeschaffenheit. Das heißt, je langsamer der Baum wächst, desto dünner und fester ist die Korkschicht.
    Dies ist genau die Art Kork, die jeder Pfropfenhersteller für einen Champagnerkorken sucht, der jedenfalls 5 bis 6 Atmosphären Druck in der Flasche auszuhalten hat.
    Dieser ideale Korken wird ein weiteres Mal gekocht und in Streifen geschnitten. Diese Streifen werden auf Platten in der Dicke der Korkscheibe ausgelegt.
    Der Zuschnitt geschieht in Rohrzuschneidemaschinen Die perforierten Korkplatten werden zu Korkgranulat verrieben, das als Preßkork zur Herstellung des Pfropfenoberteils bzw. des Kopfes dient.


Herstellung des Rohpfropfens :

    Der Rohpfropfen besteht aus zwei sehr verschiedenen Teilen : der Kopf bzw. Griff aus "agglomeriertem" Kork (der aus dem Flaschenhals herausragende Teil des Korkens), und der Körper aus zwei "massiven" Korkscheiben (der im Flaschenhals steckende Teil).
  • Formgebung : Der Kopf wird aus einem Granulatgemisch mit volumetrisch dosiertem Klebstoff durch Warmformung auf einem automatischen Fließband hergestellt.
    Dieses Verfahren ermöglicht eine Verdichtung des verklebten Granulats in allen Richtungen und später eine leichtere Ausdehnung des Pfropfens.
  • Verklebung : der fertige Griff wird von allen Seiten rundgefeilt und erhält zwei Scheiben. Diese Arbeit wird mit halbautomatischen Maschinen durchgeführt. In elektrischen Heizöfen werden sie in Einzelpressen festgehalten und 20 Minuten bis zu 80 Minuten getrocknet.
    Nach dieser Etappe ist der Korken fertig... wenn auch noch im Rohzustand.


Feinbearbeitung :

  • Feinschleifen : Der Korken braucht nun einige Tage Ruhe zum Trocknen des Klebstoffs im Inneren der Korkscheiben, danach wird der Zylinder sowie die Ober- und Unterseite des Korkens feingeschliffen und damit erhält man ein Endprodukt mit exakten Maßen.
    In Abhängikgkeit vom Innendurchmesser des Flaschenhalses liegt der Korkdurchmesser zwischen 31 und 27 mm und die Länge zwischen 48 und 44 mm.
  • Auswahl : Dies ist zweifelsohne die delikateste Tätigkeit und setzt eine große Aufmerksamkeit voraus. Sie besteht in der Prüfung jedes einzelnen fertigen Korkens. Die Korken passieren auf Prüfbändern, die von zwei Personen kontrolliert werden. Eine Person achtet auf den Korkspiegel, die amdere auf das Abrollseite.
    Auf diese Weise werden jährlich Millionen von Korken durch das menschliche Auge geprüft, das von der Elektronik schwerlich ersetzt werden kann. Die Qualität stellt Ansprüche!
  • Kontrollen : Die Kontrollen werden vor, während und nach dem Herstellungsprozess durchgeführt. Dies beginnt bei der Prüfung der Rohstoffe, im Fertigungsablauf werden alle Etappen der Korkenherstellung kontrolliert und schließlich vor der Versendung Stichproben für statistische Zwecke entnommen.
  • Markierung und Satinierung : Als letzte Operation wird jeder Korken gestempelt. Auf dem Korkspiegel und auf der Abrollseite wird die Champagnermarke aufgedruckt. Nach ihrer Markierung werden die Korken entweder mit dem traditionellen Parraffinband verschlossen oder auf der gesamten Oberfläche behandelt; damit verfolgt man zwei Ziele: damit kann die Flasche leichter verkorkt und entkorkt werden und die Oberfläche wird abgedichtet.

Wenn Sie das Herstellungsverfahren für Champagnerkorken kennenlernen möchten, hier anklicken
Die Texte wurden uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Sagréra
Die Fotos wurden uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt von
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