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Die Arbeiten im Weinbau


Die Rebe stellt eine immerwährende Beschäftigung im Leben eines Winzers der Champagne dar. Die folgende Liste führt regelmäßigen jährlichen Tätigkeiten auf. Daran anschließend finden wir die Tätigkeiten, die Erneuerung und Wachstum der Reben betreffen.

Beschnitt:

Der Beschnitt ist während des ganzen Jahres die wichtigste Tätigkeit für den Winzer. Bedeutend wegen der Zeit, die sie in Anspruch nimmt.

Bestimmte Winzer können schon im November damit beginnen. Im allgemeinen endet diese Tätigkeit im April.

Es geht darum, die Rebe zu stutzen, um ihr Wachstum nutzbringend zu beschränken und neue Triebe zu schaffen, die dann diese wunderbaren Trauben hervorbringen, aus denen schließlich eines Tages Champagner wird.

Männer und Frauen sind mit einer Hippe (für die Rebranken) und einem Schneidegerät für dickere Äste (Astwerk, meist am Fuß der Reben) ausgerüstet. Da die Champagne ein kontinentales Klima hat, werden diese Arbeiten bei beträchtlicher Kälte durchgeführt. Die abgeschnittenen Äste werden entweder in Verbrennungsfässern (abgeschnittenen Stahlfässern auf Rädern) verbrannt, oder einfach zwischen den Reihen von Reben auf den Boden geworfen. Das Verbrennen bietet den Vorteil, daß die Weinbauern sich dabei aufwärmen können und die Äste nicht in Garben sammeln müssen. Heute werden die Äste oft mit einem auf dem Traktor montierten Rebholzschredderer zerkleinert. Das zerkleinerte Rebholz wird zur Bodenanreicherung untergepflügt.

In der Champagne gibt es 4 zulässige Arten von Schnitten:
  • Chablisschnitt
  • Cordonschnitt
  • Bogenschnitt
  • Schnitt aus der Vallée de la Marne
Der Winzer kann auch im Sommer Reben schneiden. Er beseitigt dabei die überschüssige Vegetation im Mai/Juni. Der verschwenderische Pflanzensaftfluß wird in den alten überflüssigen und unfruchtbaren Trieben beschränkt und damit die Fruchtbildung bei den jüngeren Trieben gefördert.

Das Rebenbinden:



Nach dem Schneiden der Reben muß man ihnen eine Form geben. Dazu bindet der Weinbauer die Triebe einer Rebe an eine Drahtstruktur. Früher wurden dazu Binsen benutzt. Heute wird meist ein Bindfaden verwendet, der mit einer speziellen Zange abgeschnitten wird.

Herabsetzen der Spalierdrähte:

Sobald die Temperatur der Erde im April 8-10ºC erreicht, beginnt die Rebe zu "weinen", d.h., der Pflanzensaft steigt empor, um die Rebe zu ernähren, entweicht aber durch die Verletzungen, die das Stutzen hervorgerufen hat. Die jungen feuchten Triebe sind dann Erfrierungen ausgesetzt. Der Weinbauer senkt daher die Spalierdrähte, um sie während ihres Wachstums vor Verletzungen zu schützen.

Die Blüte:

Die Blüte wird in der Champagne gewöhnlich die Blume genannt. Sie ist, wie alle anderen Wachstumsetappen, ein entscheidender Moment für den Weinbauern. Wenn sich die Blüte nicht richtig entwickelt, ist die Lese verloren. Damit sie gelingt, muß die Außentemperatur zwischen 20 und 25ºC liegen und die Feuchtigkeit ausreichend, aber nicht übermäßig sein. Wenn sie scheitert, spricht man vom Blütenfall. In bestimmten Fällen bleiben die befruchteten Samenkörner bis zu ihrer Reife klein (der aus den Staubgefäßen freigegebene Pollen befruchtet den Fruchtknoten, aus dem sich dann die Traube entwickelt), dies wird Traubenfäule genannt.
Wenn alles gut geht, werden die Trauben in 100 Tagen reif und dann wird die Weinlese sein.

Das Spalieren :

Von Anfang bis Ende Juni werden zunächst die Spalierdrähte gezogen und vom Boden hochgebunden. Danach muß das Wachstum der Triebe geführt werden; dazu bindet der Winzer diese Triebe zwischen den aufgezogenen Spalierdrähten fest. Gleichzeitig führt er den Sommerschnitt oder den Grünschnitt durch. Schließlich verklammert er die Drähte und umfaßt die Rebe. Einen guten Winzer erkennt man am sauberen Weinberg nach dem Spalieren.

Der Spitzenschnitt und die Behandlungen:

Von Juli bis August werden die letzten Arbeiten im Weinberg ausgeführt. Dank des Spalierens, wenn es sauber durchgeführt wurde, ist es möglich, mit dem Traktor durch die Spaliergänge zu fahren, um die Spitzen zu beschneiden (Die über die Spalierdrähte hinausgewachsenen Triebe werden gekürzt, damit die Wuchskraft in die Trauben und nicht in die Sprößlinge geht), und die Rebenbehandlungen durchzuführen (Ein Minimum an Behandlung mit chemischen Mitteln zur Bekämpfung aller die Rebe und die Trauben bedrohenden Gefahren – Krankheiten, Insekten, ...).

Und schließlich .....

... sind die Reben für die Weinlese vorbereitet. In der Zwischenzeit (August-September) müssen jedoch immer noch die verschiedenen Etappen der Traubenreifung kontrolliert werden.

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